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The Book of Eli

The Book of Eli

Beitragvon Tyler am Sa 20. Feb 2010, 14:19

Handlung:
Nach einer Katastrophe, die fast alles Leben auf Erden ausgelöscht hat, bahnt sich im Jahr 2044 ein einsamer Wanderer seinen Weg auf zerstörten Freeways und durch kalte Ruinen. Die Umgebung ist feindselig, überall könnten marodierende Banden zuschlagen und ein Schluck Wasser oder ein paar Schuhe entscheiden, wer unter Jägern und Gejagten den nächsten Tag erlebt. Der Name des Wanderers ist Eli. Obwohl er nicht weiß, ob es tatsächlich irgendwo noch Hoffnung für die Zivilisation gibt, ist er unterwegs nach Westen. Im Gepäck ein mysteriöses Buch, das auch von anderen manisch begehrt und von Eli mit seinem Leben geschützt wird. In einer zerfallenen Stadt, in der das Gesetz des Stärkeren herrscht, trifft Eli auf den despotischen Carnegie, der seinem Geheimnis bald auf die Schliche kommt. Zwar kann sich Eli zunächst der Waffengewalt von Carnegies Schergen erwehren und mit Hilfe der jungen Solara flüchten. Doch beim nächsten Wiedertreffen der Kontrahenten wird Eli nicht nur seines Besitzes beraubt, sondern auch mit einem Bauchschuß zum Sterben zurückgelassen. Carnegie scheint sein Ziel erreicht zu haben. Bis Eli die Kraft und den Glauben an sich selbst findet, um noch einmal aufzustehen - und am Ende seines Weges all seine verblüffenden Geheimnisse preiszugeben.



Daten:
Science-Fiction
USA 2010, ca. 118 min.
FSK: ab 16, $80 Mio. Budget
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Drehbuch: Anthony Peckham, Gary Whitta

Bild
Cast:
Eli: Denzel Washington
Carnegie: Gary Oldman
Solara: Mila Kunis
Claudia: Jennifer Beals
Redridge: Ray Stevenson
Mechaniker: Tom Waits
Lombardi: Malcolm McDowell
George: Michael Gambon
Martha: Frances de la Tour


Trailer:


Mein Statement:
Mit Stimmungsgewalt und mit sehr ansehnlicher Kameraführung wird das Auge des Zuschauers in den Anfang von The Book of Eli geführt. Wüst und farblos, trocken und leer ist das Szenario einer durch einen Krieg oder einen "Blitz" zerstörten Welt. Dreißig Jahre später wandert Eli durch diese Öde, als Ziel hat er lediglich Westen. Er ist allein unterwegs.
Durchweg überzeugen hier eine fein konstituierte Atmosphäre und schöne Motive. Oft scheint es so, als schaue die Kamera sich versteckend von unten an Denzel Washington hinauf, dann wartet sie wieder und lässt ihn auf sich zu kommen oder sieht ihm beim Wandern hinterher - so, als ob sie ihn verfolge oder heimlich begleite. Hier und da, besonders auch bei spannungsaufbauenden Momenten, in denen jeden Augenblick ein Donnerwetter hereinbrechen könnte,wechselt das Bild in Zeitlupe über: wirkungsvoll eingesetzt. Auch Sounds und Musik sind positiv hervorzuheben, sie tragen zum Spannungsaufbau und zum düsteren, unsicherheitsverleihenden Stimmungsbild bei. Grundsätzlich positiv ist, dass keine Rückblendungen in die Vergangenheit oder nähere Erklärungen, wie die Erde zu diesem Zustand kam vollzogen oder geliefert werden, sie hätten schließlich auch keine Auswirkungen auf diese Situation. Dankenswerterweise wird man auch vor Zombies verschont.
In einer westerngleichen Stadt, in der Carnegie eine Art Oberhaupt ist, macht Eli Halt. Carnegie findet heraus, dass Eli die einzig übriggebliebene Bibel der Welt bei sich hat und will sie um jeden Preis bekommen. Dieses Buch sei machtvoll, man könnte die Menschheit damit regieren und manipulieren. Hier sieht man wohl das Sinnbild für den Missbrauch der Bibel; von Menschen geschaffene Religionen unter dem Deckmantel dieses Buchs haben viele Kriege verursacht.
Eli will das Buch nicht abgeben, er habe einen anderen, noch unbestimmtem Platz bzw Zweck dafür vorgesehen. Beim Kampf, das Buch zu beschützen wird Eli zwar als überaus kampffähig, nicht aber als unverletzlich oder übermenschlich vorgestellt.
Vielleicht wird hier auch zur Debatte gestellt, dass die Bibel immer noch existiert, obwohl sie von so Vielen abgelehnt wird und schon oftmals vernichtet werden sollte. Denn auch im Film dürfte eigentlich kein Exemplar mehr auf der Erde sein, nach dem Krieg wurde angeordnet, die Bibel auszurotten.

Sicherlich hat The Book of Eli etwas mehr Aussagekraft oder Tiefe vorgesehen als beispielsweise Apokalypsenäquivalent I am Legend, doch genauso wird scheinbar am Ende versucht, genau das zu zerstören. Oder lächerlich zu machen. Jedenfalls ist der versuchte Kitsch am Ende haarsträubend fehl am Platz.
Wer den Film noch sehen möchte, sollte hier vielleicht aufhören zu lesen, denn jetzt muss ich mich über das Finale empören.
Wie dreist und frech ist es eigentlich, zum Schluss eines Films aufzutischen, dass der Hauptdarsteller (, der einhändig mit Pistole Leute auf 50m Entfernung beim ersten Versuch trifft, der mit Pfeil und Bogen wilde Katzen jagen kann, der es im Nahkampf mit 5 oder mehr Personen gleichzeitig aufnehmen kann,) blind sein soll?! Ein weiterer Gag soll wohl sein, dass Selbiger die komplette Bibel auswendig im Kopf hat und im Prinzip auch kein Buch mehr in schriftlicher Form gebraucht hätte. Nachdem er dann alles aus dem Kopf diktiert hat, wird zum Glück der Gutenberg auf Alcatraz neu erfunden und die Bibel kann gedruckt werden. Hey, vielleicht gab's ja parallel noch ein vor Katastrophen verschont gebliebenes Leben in Europa und in The Book of Eli 2 kommt dann Christoph Kolumbus angerudert. Möglicherweise gibt es ja tatsächlich eine Fortsetzung vom Film, denn zu allem Überdruss kam als letzte Szene Solara, Elis Wegbegleiterin auf letzter Strecke, die, nachdem Eli nach vollbrachtem Überliefern der Bibel verstorben ist, mit dessen Ausrüstung und seine Gestiken nachäffend auf die Reise geht, wohin auch immer. Vielleicht möchte sie die Luther-Übersetzung finden. Was ein Kitsch! Dabei sieht die Madame mit ihrer H&M-Porno-Brille eher aus wie Lara Croft.

Meine Punktzahl gibt es für zahlreiche, gute Inszenierungen und die über lange Strecken des Films überzeugende, starke Atmosphäre, wo man sich glücklich hätte schätzen sollen, dass man das Ende noch nicht kennt.

Meine Bewertung: 7.5/10
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Re: The Book of Eli

Beitragvon FocKer am Fr 5. Mär 2010, 09:36

Hab ihn auch gesehen. War ein guter Film, die Atmosphäre hat mich total an Fallout 3 erinnert ^^
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Schön dass es mich gibt :D

 
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Re: The Book of Eli

Beitragvon light am Mo 8. Mär 2010, 23:52

ja stimmt fallout ^^
fand ihn auch gut aber etwas trocken :D
naja... es ging um die bibel, das mächtigste buch :lach:
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Re: The Book of Eli

Beitragvon FocKer am Sa 13. Mär 2010, 05:13

light hat geschrieben:ja stimmt fallout ^^
fand ihn auch gut aber etwas trocken :D
naja... es ging um die bibel, das mächtigste buch :lach:

Es ist auch genau genommen das mächtigste Buch oder belehr mich eines besser, welches Buch hat die meiste Macht? Vieleicht Feuchtgebiete? Macht über den Magen XD
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Schön dass es mich gibt :D

 
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Re: The Book of Eli

Beitragvon Tyler am Sa 13. Mär 2010, 12:00

so ist es.
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